Luise Prell-Preis

Frau Clara Uherek wurde am 8. Mai 2026 im Rahmen der Promotionsfeier der Philosophischen Fakutät und Fachbereich Theologie mit dem Luise Prell-Preis für ihre Zulassungsarbeit mit dem Titel „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Fach Chemie – Einfluss eines Workshops im außerschulischen Lernort Museum auf die Klimawandeleinstellungen von Schülerinnen und Schülern“ ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Mit ihrer Zulassungsarbeit widmet sich Clara Uherek einem hochaktuellen Thema an der Schnittstelle von naturwissenschaftlicher Bildung, Nachhaltigkeit und empirischer Bildungsforschung. Im Zentrum der Arbeit steht ein innovatives Lehrkonzept zu den chemischen Grundlagen der Ozeanversauerung, das Frau Uherek am Lehrstuhl für Didaktik der Chemie der FAU in Kooperation mit dem Zukunftsmuseum des Deutschen Museums Nürnberg entwickelt und umgesetzt hat. In einem Workshop im Museum setzten sich Schülerinnen und Schüler experimentell mit den chemischen Hintergründen des Klimawandels auseinander. Begleitend dazu untersuchte die Arbeit, welche kognitiven, affektiven und konativen Einstellungen Jugendliche gegenüber dem Klimawandel besitzen und inwiefern diese durch die Intervention beeinflusst werden können. Die Studie basiert auf einer Prä-Post-Erhebung mit insgesamt 129 Schülerinnen und Schülern und verbindet quantitative und qualitative Forschungsmethoden. Dabei zeigt sich unter anderem, dass sich bereits bekannte Einstellungsprofile zum Klimawandel bestätigen lassen und dass sich insbesondere die Einstellungen von Schülerinnen durch die Intervention kurzfristig verändern können. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine produktive emotionale Aktivierung eine wichtige Rolle für die Auseinandersetzung mit dem Thema spielt. Neben diesen empirischen Erkenntnissen liefert die Arbeit auch konkrete Impulse für die Bildungsarbeit: Das entwickelte Laborprogramm mit ausgearbeiteten Lernmaterialien und Versuchsanleitungen zeigt exemplarisch, wie Themen der nachhaltigen Entwicklung experimentell und kontextorientiert im Chemieunterricht vermittelt werden können. Die Arbeit verbindet damit fachdidaktische Forschung und praktische Bildungsarbeit in überzeugender Weise und leistet einen wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.